Spende Kleiderlädchen Frauenhaus

SPD–Kleiderlädchen spendet an Rhein-Sieg-Frauenhaus

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Über eine Geldspende in Höhe von 300 Euro vom SPD–Kleiderlädchen aus Niederkassel freute sich das Frauenhaus des Rhein-Sieg-Kreises. Petra Vogel-Jones, Mitarbeiterin des Frauenhauses, nahm die Spende im SPD-Lädchen entgegen. Begleitet wurde sie vom zuständigen Sachgebietsleiter des Kreissozialamtes, Heinz-Werner Breuer, und Abteilungsleiter Benedikt Lülsdorf. Die Delegation aus dem Kreishaus informierte die bei der Übergabe anwesenden Damen des Lädchenteams über die organisatorische Einbindung und die Sorgen und Nöte der Einrichtung.

Das Frauenhaus bietet 21 Plätze für Frauen und deren Kinder, die von ihren Ehemännern, (oder) Lebensgefährten und/oder ihrer Familie bedroht oder misshandelt werden, Schutz. Sie finden dort für eine Übergangszeit eine sichere Wohnmöglichkeit. Darüber hinaus stehen Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagoginnen zur Verfügung, die bei der persönlichen Entscheidungsfindung behilflich sind und fachliche Beratung anbieten. Die Adresse des Frauenhauses ist anonym.

Das erste Frauenhaus in Europa wurde 1972 in London von engagierten Frauen aus der neuen Frauenbewegung gegründet. In Deutschland entstanden die ersten Frauenhäuser 1976 in Berlin, Köln und Frankfurt. Mittlerweile gibt es ein weit verzweigtes Netz im ganzen Land. Auch im Rhein-Sieg-Kreis befinden sich zwei Frauenhäuser mit insgesamt 40 Plätzen für Frauen und Kinder, die durch den Rhein-Sieg-Kreis (Eröffnung 1981) und den Verein „Frauen helfen Frauen Troisdorf/Much e.V.“ (seit 1993) betrieben werden. Die Empfehlung des Europarates ist jedoch ein Frauenhausplatz für 7.500 Einwohnerinnen. Das würde bei einer Einwohnerzahl im RSK von 596.213 (Stand Dez. 2015) knapp 80 Plätze erfordern. Somit ist im Rhein-Sieg-Kreis nur die Hälfte der empfohlenen Schutzplätze vorhanden. Frauenhäuser schützen überregional. Das heißt mehr Plätze im Rhein-Sieg-Kreis entlasten auch den gesamten Köln/Bonner Raum.

Die anhaltend prekäre Lage am Wohnungsmarkt verschärft die Situation. Sie zwingt zu längeren Aufenthalten im Frauenhaus und führt in Folge dazu, dass Aufnahme-Suchende abgewiesen werden müssen.