SPD-Kleiderlaedchen spendet Frauenhaus

SPD–Kleiderlädchen spendet an weiteres Frauenhaus

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Über eine Geldspende in Höhe von 400 Euro vom SPD–Kleiderlädchen aus Niederkassel freute sich das autonome Frauen- und Kinderschutzhaus in Troisdorf. Gerne nahm Martina Blàhovà-Müller, Mitglied der Geschäftsführung, die Spende im SPD-Laden entgegen. Sie informierte die bei der Übergabe anwesenden Damen des Lädchenteams über die Sorgen und Nöte der Einrichtung.

Das Frauenhaus bietet Schutz für bis zu acht Frauen und deren Kinder, die von ihren Ehemännern oder Lebensgefährten bedroht oder misshandelt werden. Sie finden dort für eine Übergangszeit eine sichere Wohnmöglichkeit. Darüber hinaus stehen Pädagoginnen zur Verfügung, die bei der persönlichen Entscheidungsfindung behilflich sind. Die Adresse des Frauenhauses ist anonym.

Das erste Frauenhaus in Europa wurde 1972 in London von engagierten Frauen aus der neuen Frauenbewegung gegründet. In Deutschland entstanden die ersten Frauenhäuser 1976 in Berlin, Köln und Frankfurt. Mittlerweile gibt es ein weit verzweigtes Netz im ganzen Land. Auch im Rhein-Sieg-Kreis befinden sich zwei Frauenhäuser mit insgesamt 40 Plätzen für Frauen und Kinder, die durch den Rhein-Sieg-Kreis und den Verein „Frauen helfen Frauen Troisdorf e.V.“ betrieben werden. Die Empfehlung des Europarates ist jedoch ein Frauenhausplatz für 7500 EinwohnerInnen. Das würde bei einer Einwohnerzahl im RSK von rd. 600.000 knapp 80 Plätze erfordern. Somit sind im Rhein-Sieg-Kreis nur die Hälfte der empfohlenen Schutzplätze vorhanden. Frauenhäuser schützen überregional. Das heißt mehr Plätze im Rhein-Sieg-Kreis entlasten auch den gesamten Köln/Bonner Raum.

Die anhaltend prekäre Lage am Wohnungsmarkt verschärft die Situation. Sie zwingt zu längeren Aufenthalten im Frauenhaus und führt in Folge dazu, dass Aufnahme Suchende abgewiesen werden müssen. Im Jahr 2017 mussten in Troisdorf die Anfragen von 199 Frauen mit 209 Kindern abgelehnt werden.

Näheres unter: frauenhelfenfrauenev.de